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Website-Relaunch im Sommerloch!? Teil 1

oder: Fünf Dinge, an die man denken sollte, wenn man an seine Webseite denkt

Was verbindet man mit Sommer? Richtig. Urlaub, Sonne, Strand, Meer. Und mit dem Sommerloch, von dem viele behaupten, dass es das immer noch geben würde. Viele Unternehmen nutzen das Sommerloch, um sich auf neue Dinge vorzubereiten, Vorkehrungen zu treffen, wenn es wieder los geht. Mit dem Business und so. Man will ja nicht untätig sein.

Und wahrscheinlich liegt es daran, dass gerade in der Sommerzeit viele Unternehmen darüber nachdenken, Ihren Webauftritt zu überdenken, zu justieren und gegebenenfalls zu relaunchen. Warum? Weil sie ihre Webseite endlich einmal dazu nutzen wollen, in Kontakt mit ihrer Zielgruppe zu kommen. Und zwar so, dass endlich auch mal ein Geschäft dabei herausspringt. Cash ist das Stichwort.

So getrieben, scheint es mir aber, dass viele, die sich damit beschäftigen, nicht den blassesten Hauch einer Ahnung von den fundamentalsten Dingen haben, die eine Webseite zu einer erfolgreichen Webseite machen. Damit sind nicht die einzelnen Disziplinen gemeint wie Design, Programmierung oder Text und Content – nein, darum geht es nicht. Das, was eine gute Webseite ausmacht, erkennt man nicht auf den ersten Blick, aber schon an der ganzen Herangehensweise. Klingt kompliziert, ist es aber nicht.

Deshalb hier fünf Dinge, an die man denken sollte, bevor man seine Webseite relauncht (oder eine neue in Angriff nimmt):

1. Achten Sie nicht auf Ihren Wettbewerb. Sondern auf Ihre Kunden.
Klar, was immer man tut, man sollte immer auf die Konkurrenz achten. Aber viele Unternehmen richten ihre ganze Webseite darauf aus. Eigentlich ein Kardinal-Fehler, denn ohne überhaupt zu wissen, ob die andere Site erfolgreich ist, wie kann man da wissen, welche Teile man übernimmt und welche nicht? Und wie oft ist es schon passiert, dass neue kreative und auch lukrative Ideen schon im Keim erstickt werden, nur weil die Konkurrenz «das auch nicht macht«? Zu viele, das ist mal sicher. Und damit vergibt man in jedem Fall Chancen. Zum Beispiel die Chance, etwas zu tun, was andere übersehen haben, etwas, das den eigenen Auftritt zu dem macht, was man in der Kommunikation immer sein will: einzigartig. Es lohnt sich deshalb, anstatt auf die Konkurrenz auf seine Kunden zu schauen – und zwar sehr genau. Wie kaufen Sie ein? Woher bekommen sie ihre Informationen und wo suchen sie nach dem, was sie kaufen wollen? Welche Informationen brauchen sie, bevor der Kaufreiz ausgelöst wird – oder sie zumindest Interesse zeigen? Wo «leben« ihre Kunden – und zwar nicht nur im realen Leben, sondern auch in ihrem online-Leben? Welche Informationsquellen (traditionell oder online) nutzen sie? Welchen Bloggs folgen sie? Facebook, Twitter und Co. – wie aktiv gehen ihre Kunden damit um?

2. Ihre Webseite ist viel mehr als nur Ihre Webseite.

Klar ist, Ihre Webseite ist nur eine von sehr vielen Quellen, die Ihre Kunden benutzen, um sich über Ihr Unternehmen, Ihr Produkt oder Ihre Dienstleistung zu informieren. Die Leute reden – in Blogs, Foren, Chatrooms, Communities, einfach überall. Und was sie da reden über Sie und Ihr Produkt, ist mindestens genauso entscheidend, wie das, was auf Ihrer Webseite darüber steht. Und wahrscheinlich sogar noch entscheidender.

Das kann Ihnen prinzipiell egal sein, wo die Leute reden. Und den meisten Unternehmen ist das auch völlig Wurscht. Aber Ihren Kunden ist das nicht egal.

Wie gehen Sie auf Ihrer Webseite mit diesen Quellen um? Wissen Sie, was dort über Sie geredet wird – und wenn, wie reagieren und antworten Sie darauf? Wie schaffen Sie es, diese Quellen auf Ihre Webseite zu integrieren? Sind Sie in der Lage, eigene Inhalte zu kreieren, die in diesen Foren etwas bewirken können? Schaffen Sie es, Traffic von dort zurück auf Ihre Webseite zu erzeugen? Sind Sie in der Lage, Kontakte zu Meinungsbildern Ihrer Branche zu knüpfen, sie zu pflegen und für Ihr Business zu nutzen?

Egal, wie Sie vorgehen, denken Sie daran: Ihre Webseite ist keine Insel, im Gegenteil. Es ist die Anlaufstelle, die erst genutzt wird, wenn die Botschaft da draussen bereits angekommen ist. Und wenn Sie Glück haben, dann war das Ihre Botschaft da draussen.

(So, das wird mir hier zu lang, ein richtiger :redeschwall! Deshalb gibts den Rest ja auch im im nächsten Blog.)

So weit, so gut.

Es grüßt.

Kai-Michael Schmuck


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