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Website-Relaunch im Sommerloch!? Teil 2

(hier ist der 2. Teil, denn der komplette Beitrag wäre selbst für :redeschwall zu lang. Und das will was heissen …)


3. Was hat Ihr Businessmodell eigentlich zu Ihrer Webseite zu tun?

Eines mal vorab: Seine Unternehmensbroschüre einfach im Web abzubilden ist kein Businessmodell. Es ist der verzweifelte Versuch, zu glauben, dass das, was man zu sagen hat, wichtig genug ist, dass jemand zuhört. Eine irreführende Illusion.

Kurz: Auf Ihrer Webseite geht es nicht darum, was Sie sagen wollen. Sondern wie Sie es schaffen, dass Ihre potenziellen Kunden auf Ihrer Webseite das tun, was sie tun sollen, weil Sie es so wollen. Und dazu ist es unabdingbar, dass Sie das selbst auch wissen. Und glauben Sie mir, wenn Ihrer Webseite nicht Ihr eigenes Businessmodell zugrundeliegt, wissen Sie es nicht.

Ein Businessmodell bestimmt letztendlich, aus welchem Grund ein Kunde Ihre Webseite besuchen soll. Der Einfachheit halber will ich hier generell nur drei Businessmodelle unterscheiden:

  1. Die E-Commerce-Seite – Auf dieser Seiten bieten Sie Kunden Produkte oder Dienstleistungen an, die der Kunde kaufen kann – direkt auf der Seite. Ihre Webseite muss also über ein sehr einfach zu bedienendes  Bestell- und Abrechnungswesen verfügen. Dran denken, es muss vor allem eines sein: es MUSS einfach sein, sonst verliert man den Kunden kurz vor der Bestellung wieder. Geduld hat nämlich niemand im Web. Ausserdem  muss der Käufer in der Lage sein, alle Informationen, die er vor dem Kauf benötigt (Produktbeschreibungen, Kaufempfehlungen, Lieferinformationen etc.), auch wirklich zu bekommen. Sonst wird er nicht kaufen.
  2. Die «Sales«-Seite (outbound) – Auf einer solchen Seite wird getauscht. Und zwar ganz einfach: Sie bieten einem Besucher Informationen zum Download an (z. B. ein Webinar, Whitepaper oder einen eNewsletter), der wiederum muss sich im Gegenzug registrieren und seine Kontaktdaten (Name, Firma, E-Mailadresse) hinterlassen, um die Sachen zu bekommen. Die so gesammelten Daten leitet man entweder direkt an das eigene Sales-Team weiter oder aber in ein Leadmanagement System, wo sie weiter gepflegt werden können. So einfach ist das. Und … mehr muss auch nicht drauf auf die Seite.
  3. Die «Marketing«-Seite (inbound) – Diese Seite ist komplett gefüllt mit wertvollen Informationen, die für die von Ihnen adressierte Zielgruppe irgendwie von Belangen ist. In erster Linie ist das Ziel, Sie und Ihr Unternehmen zur Anlaufstelle von wichtigen Informationen zu machen. Ihre Vertrauenswürdigkeit steigt und potentielle Kunden nehmen Sie so ganz nebenbei als Anbieter von Produkten oder Dienstleistungen wahr. Sie kommen auf die sogenannte Short-List Ihrer Interessenten kommt. Klingt aufregend – heisst aber auch, dass Sie in der Lage sein müssen, Ihre Webseite mit wirklich wertvollem Inhalt zu befüllen. Und zwar permanent, ständig. Sonst wird es nicht funktionieren. Kleiner Hinweis: Dass Sie eine Auszeichnung für die regelmässige Teilnahme an der Truppenverpflegung bekommen haben, ist allenfalls lustig – aber eben nicht wertvoll.

Es geht hier nicht darum, ob das eine Businessmodell erfolgreicher ist als das andere. Aber eines ist sicher: Eine Webseite MUSS das Businessmodell wiedergeben, auf das Ihr Unternehmen basiert. Denn nur dann funktioniert die Schnittstelle zwischen Ihrem Geschäft und Ihren Kunden. Wer glaubt, mit Content Besucher dazu zu bewegen, sich zu registrieren, um Leads (Interessenten ) zu generieren und das Businessmodell passend dazu betreibt, bitteschön. Wer hingegen denkt, durch Content, der völlig ohne Gegenleistung (sprich: Registrierung) zu konsumieren ist, sich und sein Unternehmen als DIE Anlaufstelle im Netz für wie auch immer geartete Information darstellen kann, und so im Nachgang seinen Verkauf erhöht – auch gut. Aber klappen wird das nur, wenn das Businessmodell dahinter steht, dass Sie betreiben.

(Ende Teil 2. Teil 3. bringt dann den Rest. Dann haben wir es auch schon geschafft.)

Beste Grüsse

Kai-Michael Schmuck